In sämtlichen Internetforen und Plattformen steigerten sich die Fangmeldungen der Karpfenangler, während ich hingegen nach 7 Sessions gerade mal einen Lauf verbuchen konnte, der nicht mal positiv endete.Mittlerweile war schon die erste Maiwoche
um und in meinem Fangbuch war immer noch kein Eintrag. Mit diesem kleinen Druck im Hinterkopf fuhr ich Dienstag zum Wasser. Wie immer wenn ich rausfuhr, hatte ich knapp 12Stunden Zeit um unseren schuppigen Freunden nachstellen zu können.Mehr Zeit war aufgrund der Beruflichen und Familiären Situation ausgeschlossen. Schon seit Jahren war ich als typischer One-Night Hunter unterwegs. Am Wasser angekommen entschied ich mich für eine schöne Stelle, auf der ich bereits in der Vergangenheit auch ohne große Futteraktionen erfolgreich war. Mit Hilfe meiner Spodrute und einer Spomb hatte ich schnell einen Futterplatz, bestehend aus Chili-Mais und 14mm Boilies von Niederrhein-Baits, hergerichtet.
Die Haken bestückte ich mit einem 14mm Boilie (Prototyp von Niederrhein-Baits) und jeweils 2 künstlichen Maiskörnern, um einen gut ausbalancierten Hakenköder zu haben. So ist es für den Fisch leichter den Leckerbissen einzusaugen ohne Verdacht zu schöpfen. Schnell waren die drei Ruten im Wasser und die Bissanzeiger wurden scharf gestellt.
Routinemäßig wurde das Schirmzelt aufgestellt, die Liege hergerichtet und der Schlafsack startklar gemacht.Eigentlich rechnete ich erst in den Morgenstunden mit Aktion, aber bereits um 21.50Uhr pfiff die mittlere Rute ab. Nach einem guten Drill lag endlich der erste Fisch 2012 im Kescher. Die Waage blieb bei 22Pfd stehen. Ein dicker Stein fiel mir vom Herzen, schließlich ist der erste im Jahr immer der schwerste.
Als sich die Aufregung ein wenig gelegt hatte, machte ich es mir auf meiner Liege gemütlich und schlummerte ein, bis um 3.50Uhr erneut die mittlere Rute ablief.Piiiieeeeeeep! Dieses Mal konnte ich einen Schuppenkarpfen keschern, der geschätzte 12Pfd hatte. Nachdem ich die Rute wieder startklar hatte und auf den Spod geworfen hatte, gelang es mir nicht in den Schlaf zu kommen, zu aufgewühlt war ich und dabei hatte ich noch ein paar Stunden. Auf meiner Liege liegend hörte ich Radio, bis um 4.50Uhr erneut die Funkbox piepte. Resultat war ein schöner 27.Pfd Schuppi, der beim Drill richtig Gas gab. Kaum hatte ich die Rute wieder im Wasser, lief sie auch schon wieder ab.
Es war Wahnsinn, endlich hatte ich mal eine Serie, endlich klappte mal alles !!! Kein Aussteiger und kein verlorener Fisch.
Die nächsten Einträge in mein Fangbuch waren:
5.20 Uhr Spiegler
6.04 Uhr Schuppi
Das kuriose an diesem Morgen war die Tatsache, dass alle Fische auf der mittleren Rute gebissen hatten. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Als ich meinem Angelkollegen morgens per SMS von den Geschehnissen der letzten Nacht berichtete, kam nur ein „Wahnsinn“ zurück.
Richtig Wahnsinnig wurde ich, als ich das Resultat im Kescher des Laufs von 7:18Uhr sah. Wie aus dem nichts pfiff dieses Mal die rechte Rute ab… 38Pfund geballte Power lagen in meinem Kescher! Unglaublich, was für ein Start in den Morgen.Sechs Karpfen innerhalb von zwölf Stunden.
Ich war wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort…


Genießen Sie die Feiertage, entspannen Sie sich und freuen Sie sich schon jetzt auf großartige Berichte,Tackletests und noch viel mehr Carp’n'Catsfischen beim Blog im kommenden Jahr.


